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Sizilien – Sonne des Südens

Sizilien

Sizilien

Südwestlich der italienischen Stiefelspitze und nur 3 Kilometer vom Festland getrennt, befindet sich die italienische Insel Sizilien. Mit über 25.000 Quadratkilometern ist sie nicht nur die größte Insel Italiens, sondern auch die weitläufigste im ganzen Mittelmeerraum. Umringt von kleineren dazugehörigen Inseln bildet sie das Herzstück der autonomen Region Sizilien. Seit Anbeginn seiner Geschichte war Sizilien dank des ständigen Machtwechsels von verschiedensten kulturellen Einflüssen geprägt, die sich bis heute dort wiederfinden. Ihre Attraktivität verdankt die Insel nicht zuletzt ihrer günstigen Lage zwischen Europa und Afrika. Die schmale Meerenge zwischen Sizilien und Kalabrien wird auch als „Straße von Messina“ bezeichnet. An der Ostküste verläuft das Ionische Meer, während Norden und Süden vom Thyrhenischen Meer und dem Mittelmeer umgeben sind.


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Geografie
Der überwiegende Teil von Sizilien besteht aus einer Berg- und Hügellandschaft. Insgesamt sechs Gebirgsketten lassen sich dort finden. Die Steinsubstanz der Berge besteht vorwiegend aus verschiedenen Schieferarten, Kalk- und Sandstein. Die meisten Gebirge ziehen sich durch den nördlichen Teil der Insel. Hier befindet sich mit dem Ätna der wohl bekannteste Berg Italiens. Dieser ist mit 3345 Metern Höhe der größte Vulkan in ganz Europa. Der letzte Ausbruch des Ätnas fand im Jahre 2015 statt. Durch seine ständige Aktivität gilt er als aktivster Vulkan Europas. Seit 2013 ist er offizieller Teil des Weltnaturerbes der UNESCO. Sizilien ist von zahlreichen Flüssen durchzogen.

Der Salso ist hierbei mit 144 Kilometern der längste Fluss der Insel. Ähnlich populär ist der Alcantara, welcher sich seinen Weg durch die erstarrte Vulkanlava des Ätnas gebahnt hat und dadurch über eine besonders bemerkenswerte Form verfügt. Der Lago di Perdusa ist der einzige sizilianische See natürlichen Ursprungs. Das kreisrunde Gewässer geht auf vulkanische Aktivitäten zurück und ist in den Sommermonaten meist weitgehend ausgetrocknet. Durch seine Lage ist Sizilien immer wieder ständigen tektonischen Aktivitäten ausgesetzt, welche mitunter zu starken Erdbeben führen. Vor allem der südliche Teil bekommt diese Auswirkungen zu spüren.

Klima
Auf Sizilien herrscht ein typisches Mittelmeerklima. Während die Sommermonate sehr heiß und trocken sind, ist der Winter eher mild und von häufigen Regenfällen betroffen. Die durchschnittliche Sommertemperatur in Küstennähe liegt bei etwa 26 Grad Celsius. Im südlichen Teil hingegen sorgen heiße Wüstenwinde aus der Sahara nicht selten für Temperaturen um die 40 Grad. Der Kern der Insel weist mit durchschnittlichen 19 Grad ein eher mildes Klima auf. Der trockene Sommer hat ab Oktober vor allem in der Nordhälfte eine regenreiche Winterperiode zur Folge. Die Temperaturen zu dieser Zeit schwanken meist zwischen 5 und 10 Grad.

Pflanzenwelt
Sizilien war früher von Wäldern und beständigen Gebüschen bewachsen. Viele der Waldflächen wurden im Laufe der Zeit für den Schiffsbau und zur Gewinnung von Nutzfläche abgebaut. Vereinzelte Waldgebiete mit Buchen, Kiefern und Korkeichen finden sich noch in den nördlichen Gebirgen der Insel. Besonders bekannt ist Sizilien für die dort wachsende Nebrodi-Tanne und die Johannesbrotbäume im östlichen Teil. Obwohl die Landschaft einem immensen Abbau der Bäume ausgesetzt war, gilt Sizilien mit über 3000 verschiedenen Pflanzenarten als die vegetationsreichste Mittelmeerinsel. Dies ist vor allem der Errichtung diverser Regionalparks zu verdanken. In dem mediterranen Klima fühlen sich tropische und subtropische Pflanzenarten wohl. Dazu gehören beispielsweise Jasmin, Papyruspflanzen, Mimosen, Gummibäume und sogar Bananenstauden. Die wichtigsten kultivierten Pflanzen der Insel sind Olivenbäume, Weinreben und Hartweizen. Dank der fruchtbaren Ebene um den Ätna herum, können Anbaupflanzen, wie Paprika, Auberginen, Tomaten und Zitrusfrüchte auf der Insel besonders gut gedeihen.

Tierwelt
Zu früheren Zeiten war Sizilien eine artenreiche Insel mit viel Rotwild, Wölfen, Wildkatzen und Füchsen. Diese wurden durch die massiven Waldrodungen und die Jagd der Tiere jedoch fast gänzlich verdrängt. Dank des wachsenden Umweltbewusstseins wurden in den letzten 30 Jahren fünf verschiedene Regionalparks zur Erhaltung bedrohter Tier- und Pflanzenarten errichtet. In diesen Gebieten haben die gefährdeten Tiere wieder eine Heimat gefunden.
Das umliegende Meer verfügt über eine reiche Artenvielfalt mit einer großen Anzahl an Fischen und Krustentieren. Auch Meeresschildkröten lassen sich im Wasser und in der Strandgegend finden. Überdies sind auf Sizilien verschiedene Reptilien beheimatet. Dazu gehören drei unterschiedliche Landschildkrötenarten, diverse Gecko- und Eidechsenarten sowie vier verschiedene Schlangen. Die Aspisviper ist hierbei die einzige giftige Schlangenart der Insel. In den Wassergebieten halten sich außerdem verschiedene Frosch- und Krötenarten auf.

Gesellschaft
Sizilien gilt als autonome Region mit Sonderstatus. Die Insel verfügt über ein eigenes Parlament und eine eigene Regierung, die ihren Sitz in der Hauptstadt Palermo haben. Rosario Crocetta ist seit 2012 der offizielle Regionalpräsident der Gegend. Auf Sizilien leben rund 5 Millionen Menschen. Die Bevölkerungsdichte von 195 Einwohnern je Quadratkilometer ist für den italienischen Raum überdurchschnittlich hoch. Die Insel teilt sich in sechs Provinzen und drei Metropolitanstädte auf. Die meisten Menschen leben in den Küstenregionen und in den größeren Städten, wie Palermo, Catania, Messina und Syrakus. Das Zentrum der Insel hingegen ist eher spärlich besiedelt. Der überwiegende Teil der Sizilianer ist sehr religiös und gehört dem christlichen Glauben an. Die Mehrheit davon ist Mitglied der römisch-katholischen Kirche. Auf der Insel wird vorwiegend die Sizilianische Sprache gesprochen, welche einen Dialekt des Italienischen darstellt. Durch die Vergangenheit der Insel ist diese Variante mitunter von der griechischen und arabischen Sprache geprägt. Obwohl Sizilien zu Italien gehört, identifizieren sich die meisten Bewohner vorrangig als stolze Sizilianer.

Architektur und Kunst
Die Architektur Siziliens ist stark durch die Einflüsse der Antike, dem Barock sowie der Zeit der Staufen und Normannen geprägt. Griechische Tempel und Theater lassen sich in Syrakus, Taormina und Tindari finden. Bemerkenswert sind auch die vielen archäologischen Ausgrabungsstätten, die einen Einblick in die antiken griechischen Städte gewähren. Einige davon sind Teil des UNESCO-Welterbes. Am bekanntesten ist die riesige archäologischen Stätten von Agrigent an der Südküste Siziliens. Die Bauwerke sind hier besonders gut erhalten. Durch die verschiedenen Einflüsse der früheren Herrscher befinden sich viele Mischbauten auf der Insel, die von arabischen, normannischen und byzantinischen Stilelementen gezeichnet sind. Dazu gehören vor allem die vielen Kirchen, Kathedralen und Kuppelbauten. Der bekannteste Bildhauer Siziliens war der Italiener Antonello Gagini, dessen Skulpturen sich in den Kathedralen von Palermo und Messina wiederfinden. Der Sizilianer Antonello da Messina gilt als ein Urgestein unter den Ölmalern. Einige seiner Werke und vor allem die seiner zahlreichen Nachfolger sind in dem Museo Regionale di Messina zu bewundern. Überdies ist Sizilien bis heute für die Herstellung von buntglasierter Keramik bekannt. Die wichtigsten Produktionsorte sind hierbei Caltagiorne, Palermo, Sciacca und Burgio.

Traditionen und Feste
Die wohl bedeutendste Überlieferung der sizilianischen Volkskunst ist das Marionettentheater. Dieses stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert und wird bis heute traditionell aufgeführt. Die detailreich angefertigten Marionetten stellen meist Charaktere aus mittelalterlichen Zeiten dar. Seit dem Jahre 2001 steht das sizilianische Puppentheater auf der Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit von der UNESCO. Aufgrund der Religiosität der Bevölkerung sind kirchliche Geschehen und Feiertage auf Sizilien von großer Bedeutung. Hierbei tritt besonders die Osterwoche hervor, die mit zahlreichen Prozessionen durch die Straßen begleitet wird. Zu dieser Zeit ist das kulinarische Angebot besonders reichhaltig an Kuchen und Süßigkeiten. In manchen Teilen Siziliens ziehen die Bewohner zum Ausklang der Woche mittelalterliche Kleidung an und verteilen buntbemalte Ostereier an die Menschen. Im ähnlich großen Rahmen werden außerdem die Feste der Schutzheiligen gefeiert. In Palermo gilt das Fest der Heiligen Rosalia, in Catania der Heiligen Agata und in Syrakus der Heiligen Lucia. Bei diesen Zeremonien lassen sich in den Städten zahlreiche Umzüge und Feierlichkeiten beobachten.

Produkte und Kulinarisches
Die Haupterzeugnisse der Insel stammen aus dem Fischfang und landestypischen Obst- und Gemüsesorten. Hierzu zählen vor allem Zitrusfrüchte, wie Orangen, Zitronen und Blutorangen, die unter der mediterranen Sonne besonders gut gedeihen können. Eine weitere Erntequelle sind die zahlreichen Olivenbäume, deren Früchte in Form von Öl oder eingelegt in sämtliche Länder der Welt exportiert werden.

Die sizilianische Küche geht auf eine uralte Tradition zurück. Aufgrund der Einflüsse verschiedener Länder, hebt sie sich recht stark von der italienischen Küche ab. Eine landestypische Spezialität sind die sogenannten Arancini. Dies sind kleine Reisbällchen, die mit zubereiteten Pasten gefüllt und anschließend frittiert werden. Eine beliebte Zwischenmahlzeit ist die Sficione, bei der es sich um eine sizilianische Variante der Pizza handelt. Diese ist aus Brotteig und wird mit Sardellen und Pecorino belegt. Regionale Fische, wie Sardinen finden sich auch häufig in den Hauptgerichten wieder. So wird die sizilianische Pasta häufig mit den kleinen Fischen serviert. Diese werden auch gerne gefüllt (Sarde a beccafico) und in Form von Spießen angeboten. Eine populäre Beilage zu Fisch- und Fleischgerichten ist der Insalata di arance, ein frischer Salat aus den Orangen der Region.

Süßspeisen sind auf Sizilien äußerst beliebt und viele davon sind aus den arabischen Zeiten der Insel überliefert. Ein Beispiel dafür sind die inseltypischen Cannoli. Hierbei handelt es sich um kleine, gerollte Teigtaschen, die mit Ricotta und kandiertem Obst gefüllt sind. Eine bekannte und traditionelle Süßigkeit sind die Frutta martorana. Dies sind farbenfrohe Marzipanfrüchte, die bereits im Mittelalter eine große Beliebtheit hatten. Eine weitere Spezialität ist die sogenannte Cassata, eine bunte Torte mit Nüssen und kandierten Früchten, die traditionell zu Ostern serviert wird. Manchen Annahmen zufolge sollen die Sizilianer sogar maßgeblich an der Erfindung des Speiseeises beteiligt gewesen sein. Unter den Einflüssen des Weltenbummlers Marco Polo soll hier gegen Ende des 13. Jahrhunderts zum ersten Mal ein Sorbet aus Zitronensaft, Zucker und zerstoßenem Eis hergestellt worden sein.

 


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